Atomsp. Elementaranalytik
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Atomsp. Elementaranalytik

Atomspektrometrische Elementaranalytik

(Metalle, Metalloide)


Im Labor der Sewa Laborbetriebsgesellschaft mbH stehen zur atomspektrometrischen Bestimmung der Metalle und Metalloide folgende Techniken zur Verfügung:

  • ICP- Spektrometrie

  • Graphitrohr AAS

  • Flammen AAS

  • Hydrid- und Kaltdampf AAS


Die Tabelle (Tab.1) dokumentiert die üblicherweise gewählten Verfahren und die dabei routinemäßig erreichten Bestimmungsgrenzen für die Medien Wasser/S4-Eluat und Boden. Bei stark belasteten Proben können sich im Einzelfall schlechtere Bestimmungsgrenzen ergeben.


Parameter BG Wasser (*) Technik BG Boden (*) Technik
Aluminium
0.05 mg/l
ICP-OES
2 mg/kg
ICP-OES
Antimon
0.001 mg/l
Hydrid-AAS
1 mg/kg
Hydrid-AAS
Arsen
0.0005 mg/l
Hydrid-AAS
0.1 mg/kg
Hydrid-AAS
Barium
0.005 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Beryllium
0.004 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Blei
0.005 mg/l
GF-AAS
1 mg/kg
AAS-STAT
Bor
0.05 mg/l
ICP-OES
2 mg/kg
ICP-OES
Cadmium
0.0005 mg/l
GF-AAS
0.2 mg/kg
AAS-STAT
Calcium
0.1 mg/l
ICP-OES
0.5 mg/kg
ICP-OES
Chrom
0.005 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Cobalt
0.025 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Eisen
0.025 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Kalium
0.05 mg/l
ICP-OES
0.5 mg/kg
ICP-OES
Kupfer
0.005 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Lithium
0.01 mg/l
Fl-AAS
0.5 mg/kg
Fl-AAS
Magnesium
0.01 mg/l
ICP-OES
0.2 mg/kg
ICP-OES
Mangan
0.01 mg/l
ICP-OES
1.0 mg/kg
ICP-OES
Molybdän
0.1 mg/l
ICP-OES
4 mg/kg
ICP-OES
Natrium
0.05 mg/l
ICP-OES
0.5 mg/kg
ICP-OES
Nickel
0.005 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-AES
Quecksilber
0.0005 mg/l
KD-AAS
0.05 mg/kg
KD-AAS
Selen
0.001 mg/l
Hydrid-AAS
1 mg/kg
Hydrid-AAS
Silber
0.025 mg/l
ICP-AES
1 mg/kg
ICP-OES
Silicium
0.050 mg/l
ICP-OES            --        --
Strontium
0.005 mg/l
ICP-OES
0.1 mg/kg
ICP-OES
Thallium
0.005 mg/l
GF-AAS
0.5 mg/kg
GF-AAS
Titan
0.010 mg/l
ICP-OES
0.2 mg/kg
ICP-OES
Vanadium
0.025 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Wismut
0.001 mg/l
Hydrid-AAS
0.1 mg/kg
Hydrid-AAS
Wolfram
0.2 mg/l
ICP-OES
7 mg/kg
ICP-OES
Zink
0.01 mg/l
ICP-OES
1 mg/kg
ICP-OES
Zinn
0.001 mg/l
Hydrid-AAS
1 mg/kg
Hydrid-AAS
Zirconium
0.025 mg/l
ICP-OES
2 mg/kg
ICP-OES

(Tab. 1) (* BG — Bestimmungsgrenze)


Die in der Preisliste aufgeführten Preise zur Metall-/Metalloid- Analytik berücksichtigen keine Kosten für Aufschlußarbeiten. Bei Bodenproben/Feststoffproben und bei Abwasserproben sind generell Aufschlüsse nötig, ebenso bei stark belasteten sonstigen Wässern wie z.B. Sickerwässer. Aufschlüsse, die nicht im Leistungsverzeichnis ausgewiesen sind, müssen jeweils abgesprochen werden.

Die hier genannte Bestimmungsgrenze für Thallium im Boden/Feststoff ist nur im Salpetersäureaufschluß (z.B. nach VDI 3796-2) mittels Graphitrohr-AAS erreichbar. Im S7-Aufschluß ist die Graphitrohr-Bestimmung durch die hohe Chlorid-Konzentration stark gestört. Daher kann zur Thallium-Bestimmung im Königswasseraufschluß nur die Flammen-AAS eingesetzt werden, die jedoch lediglich eine Bestimmungsgrenze von 5.0 mg/kg erlaubt.

Eluate und ungetrübte Wasserproben können meist ohne Probenvorbereitung vermessen werden. Organisch belastete Proben sind aufzuschließen. Die wichtigsten Aufschlüsse und ihre Anwendungen sind in nachfolgender Tabelle (Tab. 2) aufgeführt:

Aufschlußmittel Norm Anwendungen
Königswasser
DIN 38414 S7
Universeller Aufschluß für Feststoffproben
Salpetersäure
VDI 3796-2
Aufschluß von Feststoffproben zur Thallium-Bestimmung
HNO3/H2O2
DIN 38406 E22
Universeller Aufschluß von Wasserproben
H2SO4/H2O2
DIN 38406 E22
Aufschluß von Wasserproben zur Zinn-Bestimmung
H2SO4/(NH4)2SO4
DIN 38406 E22
Aufschluß von Wasserproben zur Titan-Bestimmung
KMnO4/K2S2O8
DIN 38406 E12
Aufschluß von Wasserproben zur Quecksilber-Bestimmung

(Tab. 2)




Inwiefern Feststoffanteile von Wasserproben durch Membranfiltration abgetrennt oder durch einen Aufschluß in Lösung gebracht werden müssen ist problemabhängig. Abwasserproben, die im Zusammenhang mit dem Abwasserabgabengesetz untersucht werden, sind z.B. generell aufzuschließen, während Grundwasserproben in der Regel vor der Analyse (möglichst schon bei der Probenahme) filtriert werden sollten. Die Vorgehensweise ist in jedem Einzelfall durch eine Absprache zwischen Auftraggeber und Labor zu klären.

Die mit einem ICP-OES-Übersichtsanalyse erzielbaren Aussagen (Bestimmungsgrenzen) sind für die Praxis eher bedeutungslos. Lediglich bei der Erstellung von Deponierbarkeitsanalysen, bei der in vielen Fällen nur Metallkonzentrationen oberhalb von 0,1% relevant sind, kann der Einsatz der ICP-OES-Übersichtsanalyse sinnvoll sein. Grundsätzlich weist die ICP-OES-Übersichtsanalyse folgende Nachteile auf.

1. Einige besonders umweltrelevante Elemente (z.B.Quecksilber, Thallium, Cadmium) können durch die ICP-OES-Technik oftmals nicht mit ausreichender Empfindlichkeit bestimmt werden, d.h. ein Vergleich mit bestehenden Grenz-, Richt- und Schwellenwerten ist in diesen Fällen nicht möglich.

2. Der Informationsgehalt einer ICP-OES-Übersichtsanalyse ist nicht mit dem einer organischen Übersichtsanalyse vergleichbar. So kann z.B. durch ein GC-MS-Screening eine Vielzahl auch unerwarteter Stoffe erkannt werden. Das ICP-Screening beschränkt sich dagegen auf eine relativ kleine Anzahl relevanter Elemente (ca. 20 Stück). Diese können mit einem vertretbaren Mehraufwand gegenüber der Übersichtsanalyse exakt bestimmt werden.

3. Werden im Rahmen des ICP-Screenings Konzentrationen im Bereich relevanter Grenz-, Richt- oder Schwellenwerte gefunden, so sind zeitbeanspruchende Nachmessungen notwendig.



Im Rahmen einer umfassenden Gefährdungsabschätzung und Altlastenerkundung hat sich die Analyse der nachfolgend aufgeführten 20 Elemente (Tab. 3 u. Tab. 4) als sinnvoll erwiesen. Die Listen für die Analyse von Wasser und Boden unterscheiden sich dabei zwangsläufig: So sind etwa Eisen- und Aluminium-Konzentrationen im Boden, anders als im Wasser oder Eluat, kaum relevant; Chromkonzentrationen in wässriger Matrix sollten erst abschließend bewertet werden, wenn eine Differenzierung in Gesamtchrom und Chrom-VI vorliegt; Bor kann in Wässern als Verschmutzungsindikator dienen. Die Bor-Konzentration in der Originalsubstanz ist in der Regel nicht von Interesse.

Boden (S7-Aufschluß)

Antimon Cadmium Molybdän Thallium Arsen

Chrom Nickel Vanadium Barium Cobalt

Quecksilber Wolfram Beryllium Kupfer Selen

Zink Blei Mangan Silber Zinn

Thallium (im HNO3-Aufschluß)

(Tab. 3)


Wasser/Eluat

Aluminium Blei Cobalt Selen Antimon Bor Kupfer Silber Arsen Cadmium

Mangan Thallium Barium Chrom ges. Nickel

Zink Beryllium Chrom VI Quecksilber Zinn

Thallium

(Tab. 4)